Safran aus dem Schamsertal 

Einst ein Privileg der Könige, heute geschätzt für sein feines Aroma und seine wohltuenden Eigenschaften.

Er verleiht Gerichten wie Paella, Bouillabaisse oder Risotto alla Milanese die goldene Farbe und den einzigartigen Geschmack.

In Andeer ist Safran mit einem Namen verbunden: Philipp Wüstemann, der Safranbauer.

Aufgewachsen in Zürich, verbrachte Philipp seine Ferien oft in Andeer, dort wo seine Wurzeln sind. Vielleicht war es genau diese Spannung zwischen Stadt und Land, die ihn geprägt hat. Vielleicht war es aber auch einfach die Neugier eines Biologen. Was ihn schliesslich in den Bann zog, waren nicht Theorien – sondern zarte, violette Safranblüten. 

Heute wächst sein Safran in Andeer und Donat. Dort, wo mineralreiche, gut durchlässige Böden und die klare Bergluft ideale Bedingungen schaffen. 

Im Herbst treffen Stadt und Land wieder aufeinander. Während einer zwei- bis dreiwöchigen Erntezeit helfen Einheimische und Freunde aus Zürich tatkräftig mit. Gemeinsam werden täglich tausende Blüten von Hand gepflückt, gezupft und sorgfältig getrocknet. Aus den Blüten werden Fäden. Aus den Fäden entsteht das edelste Gewürz der Welt.

Jeden Tag ein Safrantee ist sein tägliches Ritual und er hütet ein Safranrezept seines Urgrossvaters: das „Lebenselixier“. 

Bild «Elixier»/Quelle Wüstemann, Philipp (2026)

Safran ist eine Verbindung zwischen Generationen, Kulturen, Geschichte und Natur. Vielleicht ist genau das seine wahre Bedeutung:  Ein Stück gelebter Essenz, fast wie ein Zauber, der durch die Jahrhunderte wirkt.

Bild «Blütenregen»/Quelle Wüstemann, Philipp (2026)